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Seit Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte das Land Thüringen zu den Zentren der Textilherstellung Europas. Das Herz der Teppichweberei schlug im Ort Münchenbernsdorf.
Der kleine Ort knüpfte nach dem Zweiten Weltkrieg schnell an seine Tradition an, viele Fabriken und Maschinen blieben unzerstört. Im Volks- eigenen Betrieb Thüringer Teppichfabriken arbeiteten seit 1951 zirka 3.500 Beschäftigte. Sie produzierten jährlich bis zu 13 Millionen Quadrat- meter Bodenbelag. Das Ende der DDR entzog dieser Industrie die wirtschaftliche Basis.
Nach der Wiedervereinigung füllte Carpet Concept die verwaiste Fabrik mit neuem Leben. Im Backsteinbau aus der beginnenden Moderne surren wieder die alten Webstühle, um erste Muster anzuweben. Heute bilden mechanische Stühle die Quelle für Entwicklungen, die auf Hightech-Webcomputern umgesetzt werden.
Sämtliche Kollektionen des schnell wachsenden Unternehmens präsentiert der großzügige Ausstellungsraum. Erinnerungen an vergangenes Handwerk weckt der Blick in das Schaufenster. Im Atelier, dem gestalterischen Mittel- punkt der Weberei, begleiten professionelle TextildesignerInnen den Prozess von der ersten Idee bis zum farblichen Feinschliff. So entstehen sowohl die Kollektionen, gemeinsam mit internationalen Designern, als auch Sonderanfertigungen für bestimmte Objekte.




