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Edle Oberflächen

Sind die Ruten-Enden stumpf, bleiben die Schlingen bei Herausziehen der Metallbänder stehen. Ein Schlingenpolteppich, auch Rips genannt, entsteht. Hat die Rute einen messerscharfen Kopf, wird die Schlingenreihe beim Herausziehen aufgeschnitten. Das Ergebnis ist Velours. Werden Ruten mit und ohne Kopf zusammengestellt, wechseln sich Velours und Schlingen ab. Diese Kombination heißt Frisé. Velours- und Friséware bekommt den letzten Schliff beim Scheren. Ein Zylinder mit spiralförmigen Messern trimmt die Fasern auf gleiche Höhe, zunächst in der Grobschur, dann in der Feinschur. Gleichzeitig wird die Oberfläche geglättet.

Rips gehört zu den klassischen Weboberflächen. Sein stabiler, strapazierfähiger Charakter empfiehlt ihn besonders in hoch beanspruchten Räumen. Mit technologischen Feinheiten wertet Carpet Concept den Rips-Boden auf. Dazu gehören eingearbeitet Metallplättchen wie bei Lyn oder das Ausbilden von Hoch-Tief-Strukturen wie bei Ply.

Velours ist weich, wohnlich und warm, wahlweise auch höher als Rips. Die sympathische Oberfläche zeigt sich jedoch fragiler als der robuste Rips und bedarf eines höheren Pflegeaufwands.

Frisé eint die Vorteile von Rips und Velours, gewinnt an Eleganz gegenüber dem Rips und an Stabilität gegenüber dem Velours. Besonders als einfarbige Ware zeigt diese Oberfläche ihre abwechslungsreiche Struktur.

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