Aktuell

Healing. Life. Quality.

Das hat sich KARDION zur Aufgabe gemacht. Das Team aus Ingenieuren und Designern konzipiert und entwickelt wegweisende Medizinsysteme sowie ergonomische Produkte. .

Wir durften den Sitz des jungen, innovativen Unternehmens in Stuttgart mit unseren Lösungen mit gestalten und den Mitarbeitern ideale Voraussetzungen für ihre wertvolle Arbeit geben.

SLO 424 ist ästhetisch, angenehm und äußerst langlebig – der gewählte, helle Ton heißt einen im Büro förmlich Willkommen. Dank der Lebensdauer des Produktes eine nachhaltige und überdies eine „gesunde“ Wahl – denn in der verarbeiteten Akustikversion wirkt die SLO-Fliese nicht nur schallabsorbierend, sondern sorgt zudem, über die besondere Elastizität, für ein angenehmes Stehen und Gehen.

Stellwände und CAS-Rooms runden den Look des Start-Ups ab. In zeitlosem grau fügen sich die gewählten Elemente passgenau in das Gesamtkonzept ein. Blaue und rote Akzente sorgen für Modernität. Die ideale Umgebung für innovative Ideen.

INsider Award 2019

Knappe Wahlentscheidung: Acht nominierte Innenraumexperten trafen sich auf Einladung von Carpet Concept in Marseille zur Klausurtagung. Jetzt stehen die drei Gewinner des INsider Awards 2019 fest.

Für die Wahl zum INsider Award 2019, den renommiertesten Preis der Innenarchitektur, trafen sich Mitte Oktober acht nominierte Innenraumexperten in Marseille. Wurden am ersten Tag architektonisch ausgewählte Gebäude besichtigt, zogen sich die Experten am zweiten Tag in den malerischen Ort Mazan im Herzen der Provence zurück. Hier konnten die Nominierten ihre Positionen zur Innenarchitektur anhand der eigenen Arbeit vorstellen – gefolgt von einem Vortrag des Schirmherren Robert Piotrowski. Die hohe Qualität der Arbeiten resultierte anschließend in einer knappen Wahlentscheidung. Über den dritten Preis des INsider Awards 2019 freute sich Nicole Albrecht (Hülle & Fülle). Den zweiten Preis erhielt Markus Frank (Frank Architekten). Den ersten Preis sprachen die Teilnehmer Annika Jung (why the friday) zu.

Zum INsider Award:

„Wir wollten nicht allein über Böden sprechen, uns interessiert die Haltung zur Architektur und die Leidenschaft für die Sache.“
Thomas Trenkamp, geschäftsführender Gesellschafter, Carpet Concept.

Der INsider Award wurde 2008 von Carpet Concept ins Leben gerufen, um jährlich die beste persönliche Leistung in der Innenarchitektur auszuzeichnen. Zuvor werden durch den Schirmherren und die Leserschaft der AIT/AIT-Dialog die Teilnehmer des INsider Awards nominiert. Die Nominierten präsentieren im Anschluss auf einer Klausurtagung gegenseitig ihre Arbeiten, definieren ihre persönliche Haltung zur Innenarchitektur und wählen untereinander die Preisträger. Durch dieses Auswahlverfahren wird Innenraumexperten die Chance gegeben, ihre eigene Arbeit und Perspektive zur Innenarchitektur darzulegen und zu diskutieren.

WIR SUCHEN DICH!

 

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THE FEEL GOOD PLACE – die Architektur von Morgen

 

Generation Z und die Architektur: Das Architekturbüro bkp lobt einen studentischen Ideenwettbewerb zum Thema THE FEEL GOOD PLACE aus und fordert zukünftige Fachkräfte auf, ihre Visionen von einem echten Wohlfühlort zu entwerfen. Der studentische Wettbewerb wird von Carpet Concept unterstützt.

Mit einem deutschlandweiten Wettbewerb für Studierende möchte bkp einen Blick in die Zukunft werfen und herausfinden, wie sich die Generation Z die Architektur von morgen vorstellt. Bis zum 30. November 2019 können sich Studenten ab dem dritten Semester der Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur für den Wettbewerb unter www.b-k-p.net/worklab anmelden. Einsendeschluss für die Entwürfe ist der 30. April 2020.
Als Digital Natives leben die nach 1995 geborenen jungen Leute in einer hybriden Welt zwischen sozialen Medien und analoger Realität. Mit dem Smartphone als ständigen Begleiter informieren sie sich über Instagram, Snapchat und Co. über die neuesten Mode- und Stylinglooks, ausgefallene Reiseziele, aktuelle Foodtrends und neue Challenges - eine vielfältige, bunte Welt zwischen Echtheit und Fake. Gen Z fordert mehr als die Jahrgänge davor eine ausgewogene Work-Life-Balance und will ein gesundes, gutes Leben führen. Spätestens seit dem Aufkommen der Fridays for Future-Bewegung steht fest, dass Nachhaltigkeit gerade für die junge Generation ein unabdingbares, für die Zukunft relevantes Thema ist. Mit dem von bkp initiierten Wettbewerb geht das Düsseldorfer Büro für Architektur und Innenarchitektur der Frage auf den Grund, wie sich die Zukunftsvisionen der Generation Z auf die gebaute Umgebung auswirken.

Gefragt sind kreative Ideenskizzen von einem echten Wohlfühlort, an dem entspannt, gearbeitet und sich vernetzt werden kann. Die Entwürfe, die als Zeichnungen oder 3D-Visualisierungen eingereicht werden können, werden von einer interdisziplinär besetzten Jury auf ihre überzeugende Story und Nachhaltigkeit bewertet.

Über den Wettbewerb
THE FEEL GOOD PLACE ist ein studentischer Ideenwettbewerb, ausgerichtet von der bkp GmbH, der unter anderem auch von Carpet Concept unterstützt wird. Teilnehmen können Studierende deutscher Hochschulen ab dem dritten Semester der Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur, sofern sie am Tag der Abgabe das Studium noch nicht abgeschlossen haben. Anmeldeschluss ist der 30. November 2019 um 00 Uhr. Alle bis zum 30. April 2020 eingereichten Entwürfe werden von einer interdisziplinären Expertenjury gesichtet. Prämiert werden die drei überzeugendsten Arbeiten mit Preisgeldern im Gesamtwert von 1.600 Euro.

Smart – kollaborativ – transparent:

 

Neue Planungsmodelle für die Welt des Bauens.

MIT UNSERER HÄNDE ARBEIT

Stardesigner Michele De Lucchi brilliert im vollbesetzten Auditorium des MAKK. Und verschreibt der kriselnden Menschheit neue Monumente – für neuen Zusammenhalt

Grau melierter Bart, sanfte Stimme, nachdrückliche Botschaft: So gewann der italienische Ausnahmegestalter Michele De Lucchi das Kölner Publikum, als er im vollbesetzten Auditorium des MAKK seine Vision der Zukunft ausbreitete. Der bald 67-Jährige, der 1973 in der Uniform eines napoleonischen Generals vor der Biennale Mailand gegen unnütze Produkte protestiert hatte und später mit der Gruppe Memphis als Design-Revoluzzer auftrat, klingt radikaler denn je.

Das sei ein visionäres Projekt, schickte Michele De Lucchi voraus, ein Projekt für eine bessere Zukunft. „Architektur soll keine Mauern errichten“, sagte der Architekt und Designer, „sondern Räume errichten, in denen sich Menschen treffen.“ Sich treffen, austauschen und etwas Gemeinsames schaffen.

Die Diagnose war eindeutig. „Wir leben inmitten einer großen Krise, einer furchterregenden Klimakrise.“ Statt aber nur mit technischen Maßnahmen zu antworten, mit weiteren Effizienzsteigerungen, antwortet Michele De Lucchi mit einer gerade philosophischen Wendung: „Wir müssen eine andere Mentalität entwickeln.“ Das bedeutet: Wir müssen zusammen etwas Größeres, etwas Gemeinsames schaffen – im Einklang mit der Natur.

Michele De Lucchi schweben Monumente vor. Symbolische Großbauten der Gemeinschaft, errichtet mit den für die unterschiedlichen Klimazonen perfekten Materialien: Schindeln, Lehm, Holz und Bambus. Zu sehen waren schwingende, ja poetische Entwürfe, die eines vereint: Sie transportieren Bedeutung – etwas, das früher antike Kultstätten taten oder mittelalterliche Kathedralen: Gebäude, welche Gemeinschaft feiern und natürlich zusammen errichtet werden sollen, mit unserer Hände Arbeit. „Was würde ich dafür geben, hier mitzuarbeiten“, entfuhr es De Lucchi, als er ein Bild gemeinschaftlicher Lehmbauweise zeigte. „Dafür würde ich die Wand hochklettern und Lehm aufbringen.“ Gewissermaßen war das das Bild einer Dombauhütte des 21. Jahrhunderts – kurz vor dem Vortrag hatte der Mailänder noch den Kölner Dom besucht: „Bellissima!“

Wie passt das zusammen – Handarbeit als Rettung der technologietrunkenen Gesellschaft? Einfachste Naturstoffe statt High-Tech-Materialien? Fingerspitzengefühl statt 3-D-Druck? Eben doch! Manche können das elitär nennen oder als Retro-Gefühlsduselei abtun, De Lucchi jedenfalls zeigte eine inspirierende Vision, ihn schon seit einigen Jahren umtreibt, weil er erfahren musste, dass Gebäude veraltet sind, bevor sie ihre Türen öffnen. Stattdessen schlägt De Lucchi wandelbare, offene Bauten vor, die sich mit den Besuchern und Begegnungen verändern. So gesehen sind die propagierten „Naturtempel (Temples for nature)“ mindestens ebenso lebendig und zukunftsweisend wie aktuelle High-Tech-Visionen.

Schon vor Jahren hat Michele der Lucchi gefordert, dass Gestaltung den Menschen dienen müsse. Nun löst er es ein, radikaler denn je. Es sind Bauten, die für ihn den Menschen Würde zurückgeben und dadurch selbst an Bedeutung gewinnen. Dafür ist der Gestalter auf Tour: Seoul und Kanada stehen nun auf dem Programm. Warum er das tun? „Ich bin eben Optimist“, bekannte der wunderbar souveräne Italiener.

KAP: Michele De Lucchi

 

Als Architekt und Designer hat Michele De Lucchi ikonische Bauten und Objekte geschaffen. In seinem Mailänder Büro führt er zwei Disziplinen souverän zusammen. Was aber treibt den Gestalter an? Was ist seine Mission. Ein Abend über das große Ganze.

REIHE VORDENKER. MICHELE DE LUCCHI

»EARTH STATIONS«

DO. 19. SEPTEMBER 2019, 19 UHR

Referent: Michele De Lucchi, Architekt und Designer, Mailand
Moderation: Andreas Grosz & Dr. Oliver Herwig, KAP Forum für Architektur & Stadtentwicklung
Begrüßung: Dr. Petra Hesse, Direktorin MAKK, Köln
Ort: MAKK,Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, 50667 Köln
Anmeldung: KAP FORUM, Eintritt frei

RURAL UPLIFT
Ritter Schumacher Architekten, Chur

Ausstellung: 5. Oktober - 21. November 2019
Eröffnung: Freitag, 4. Oktober 2019, 18.30 Uhr
Ort: Aedes Architekturforum, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18.30 Uhr, So-Mo 13-17 Uhr und Sa, 5. Oktober 2019, 13-17 Uhr

Das Architekturbüro Ritter Schumacher hat seinen Sitz in Chur im ostschweizerischen Bergkanton Graubünden. Die überlieferte enge Bindung zwischen Stadt und Region hat die ganzheitliche, integrative Arbeitsweise von Jon Ritter und Michael Schumacher geprägt

Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Planungsstrategien des Büros zur Entwicklung des ländlichen Raumes in der Schweiz und zeigt am Beispiel der Gemeinde Churwalden, wie durch eine Folge von präzise gesetzten baulichen Interventionen im ländlichen Kontext eine beständige, nachhaltige Entwicklung des Gebietes in Gang gesetzt wurde und die zukünftige Entwicklung weiter antreibt. Ein wesentliches Anliegen der Architekten ist es hier, im engen Dialog mit Gemeindeverwaltung und Nutzern, die umliegende ländliche Region durch gezielte Interventionen so zu entwickeln, dass es gelingt, den Dörfern und Gemeinden zu mehr Attraktivität zu verhelfen – sowohl für die einheimische Bevölkerung, als auch für den Tourismus.

Die schweizerische Gemeinde Churwalden liegt entlang der Passstrasse von Chur auf die Lenzerheide und lebt vom Ski- und Wandertourismus. Die historisch gewachsene, lineare Dorfstruktur entwickelte sich entlang der Hauptverkehrsachse. Durch mehrere funktionsgerechte Ergänzungsbauten, die nun neben dem ausgeprägten Skitourismus auch den Grundstein für neue Sommerangebote legen, wird der Ort in beeindruckender Weise revitalisiert. In einzelnen, aufeinander aufbauenden Schritten werden die Projekte von Ritter Schumacher passgenau für diese Lage und unter Einbindung aller lokal Beteiligten so konzipiert, dass hier ein neues markantes Ortszentrum seine Form annimmt. Die Architekten steuern zu den raumplanerischen Interventionen nicht nur ihre Expertise als Gestalter bei. Sie sind auch als städtebauliche Berater, Initiatoren partizipativer Prozesse, Impulsgeber und Projektentwickler tätig und akquirieren die Nutzer für die vorgeschlagenen Funktionserweiterungen an diesem Ort.

Gondelbahn/Restaurant „Portal Churwalden“
Der erste neue Baustein der Ortsentwicklung in Churwalden war die neue Talstation (2015), die mit einem Restaurant und einer Aussichtsplattform als Eingangsgebäude in das Skigebiet „Lenzerheide Arosa“ dient. Durch die geschickte bauliche Setzung wurde mit dem Gebäude die vorhandene Ortsstruktur neu geordnet. Die signifikante Gestaltung des Gebäudekörpers und die geschickte Funktionsmischung erzeugen hier eine unverwechselbare Identität.

Campingplatz Pradafenz
Bei der Neugestaltung des Campingplatzes und dem Umbau des Verwaltungs- und Servicegebäudes (2016) ließen sich Ritter Schumacher von der Formensprache der Wohnwagen, deren vielfältigen Innenausstattungen und den runden Radkästen inspirieren. Die prägnante Architektur des Gebäudes beinhaltet vielfältige Serviceangebote für den in Churwalden wichtigen Campingplatz, der von Touristen und Einheimischen genutzt wird.

Busstation/Supermarkt Churwalden
Durch die neuen Gebäude im Ortszentrum stieg die Nachfrage nach einer besseren Anbindung und Erreichbarkeit im öffentlichen Nahverkehr. Daraus resultierte der Busterminal (2017), der auf Anregung der Architekten in Funktionsmischung mit einem Supermarkt errichtet wurde. Der neue Stadtbaustein stellt sich direkt an die Durchfahrtsstraße und markiert die Zufahrt zur Talstation. Die zeitgenössische Bauweise des Terminals aus dem ortstypischen Material Holz trägt auch hier zur Identitätsstiftung bei.

In unmittelbarer Nähe folgten die kuppelartige, mit Holzschindeln bedeckte Überdachung der von Tennisspieler Roger Federer gestifteten Kugelbahn (2018) und der Bau eines turmartigen Wohnhauses (2018). Ein Ensemble aus neuen Wohnungen, das das markante neue Zentrum des Ortes städtebaulich durch einen Platz komplettiert, wird 2020 fertiggestellt.

Ausstellung
In der aufwendig gestalteten Ausstellungsinstallation werden der städtebauliche Entwicklungsprozess und die Projekte in Churwalden detailliert erläutert. Weitere Bauten ergänzen das Programm und veranschaulichen die gestalterische Bandbreite des Büros. Für ihr Engagement in der Gemeinde Churwalden erhielten Ritter Schumacher Architekten zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den „Architektur- und Marketing Preis 2018“ und eine Anerkennung des „Prix Lignum 2018 “ für den Busterminal.

Über das Büro
Das Büro Ritter Schumacher ist eines der führenden Architekturbüros in Graubünden mit Standorten in Chur, Zürich und Vaduz/Liechtenstein. Das interdisziplinäre Team setzt sich aus Architekten, Zeichnern, Innenarchitekten, Projektleitern, Bauleitern und Spezialisten aus den Bereichen 3D-Visualisierung, Grafik, Administration und Marketing zusammen. Neben einer Vielzahl von Büro- und Wohnungsbauten beinhaltet das facettenreiche Oevre des Büros insbesondere Bauten für Forschung, Bildung, Tourismus und Infrastruktur, sowie Projekte aus dem Bereich Revitalisierung, die vor allem in der Schweiz und Liechtenstein zu finden sind. Das Projekt für eine Kreativschule in Liuzhou in China befindet sich derzeit im Bau.

Weitere Informationen

www.aedes-arc.de

Zur Eröffnung sprechen
Dr. h.c. Kristin Feireiss Aedes, Berlin
Rascha Osman Botschaftsrätin/Leiterin der Kulturabteilung, Schweizerische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
Ulf Meyer Architekturjournalist, Berlin
Jon Ritter und Michael Schumacher Ritter Schumacher Architekten, Chur

Bauhaus-Tour in Krefeld - Architektentour

Die Samt- und Seidenstadt und das Bauhaus? Mies van der Rohe-Bauten, die Museen Haus Lange und Esters und schließlich der von Christiane Lange, Projekt MIK (Mies in Krefeld), initiierte Krefeld Pavillon von Thomas Schütte. Bauhaus-Entdeckungen vom Feinsten für unsere Gruppe von 25 Architekten. Das Fazit nach einem Tag Besuch in Krefeld und einem Dinner am Rhein mit Blick auf Industriearchitektur und die Uerdinger Rheinbrücke: Wiederkommen und die Entdeckungen, die das Projektteam rund um Christiane Lange zeigte, direkt noch mal erleben. Unsere nachdrückliche Empfehlung: besuchen Sie die Spuren der Bauhäusler in Krefeld und lassen sich ebenfalls inspirieren.

Kommentar eines Teilnehmers:

„Ganz großartig der Pavillon von Thomas Schütte und die filmische Aufarbeitung dessen, was Bauhaus und Krefeld miteinander verbindet. Ein Leuchtturm in dem von Retrospektiven nicht gerade armen Bauhausjahr 2019. Im Schütte Pavillon wird sinnlich erfahr- und nachvollziehbar, welche Köpfe und Kräfte die Bauhaus-Idee hervorgebracht und auf welch vielfältige und verzweigte Art und Weise ihr handwerkliches und künstlerische Schaffen fortgewirkt haben - weit über das eigentliche Bauhaus und die alles zerstörende Nazi-/Kriegszeit hinaus.

Das spannt den Bogen bis ins heute, schafft einen roten Faden, an den es anzuknüpfen gilt. Bauhaus für die Zukunft!“

100 Jahre, aber kein bisschen aus der Mode:
Das Bauhaus in Krefeld entdecken.

 

Erkundungen in der Samt- und Seidenstadt: Bauhaus und Seidenindustrie im Krefeld Pavillon von Thomas Schütte – Ausstellung: „anders wohnen“ in den Kunstmuseen Haus Lange + Haus Esters

Bauhaus in Krefeld? Das Bauhaus verortet man eher in Weimar. 1925 zog es von dort aus nach Dessau und wurde 1933 in Berlin geschlossen. Und Krefeld?

Die Stadt am Niederrhein, für ihre einstige Samt- und Seidenindustrie bekannt, ist enger mit dem Bauhaus verknüpft, als die meisten wissen.

In einem eigens für das Jubiläum „100 jahre bauhaus“ errichteten Ausstellungsort, der begehbaren Skulptur Krefeld Pavillon des Künstler Thomas Schütte, erzählen Dokumentarfilme die Geschichte des Bauhauses und seiner Verbindung zur in Krefeld konzentrierten Seidenindustrie. Die auf neuesten Forschungsergebnissen basierende Ausstellung beleuchtet die Hintergründe dieser über 40-jährigen Verbindung und das Wirken von 25 Bauhäuslern, die in Krefeld lebten, lernten und arbeiteten.

In einer kurzen Einführung stellt Christiane Lange, Initiatorin und Kuratorin des Projektes, seine Entstehung und das kuratorische Konzept vor.

Über 40 Ausstellungen und Projekte erinnern in Nordrhein-Westfalen an die Gründung der berühmten Reformschule. Dazu gehört auch das über die Landesgrenzen bekannte Villenensemble der Häuser Lange und Esters, nur einen Spaziergang vom Krefeld-Pavillon entfernt. Sie beschäftigen sich mit dem Thema „anders wohnen“.

Wie wohnten wir gestern, wie heute und wie werden wir morgen wohnen? Diese Fragen werden in dem berühmten Ensemble untersucht. Die Bauhausikonen von Ludwig Mies van der Rohe, die die Krefelder Industriellen Hermann Lange und Josef Esters in Auftrag gaben, werden zur experimentellen Diskussionsplattform sowie zu Denk- und Fabrikationslaboren.

PROGRAMM

Carpet Concept und das KAP Forum laden zur überraschenden Bauhaus-Tour durch die Textilstadt Krefeld.

Start:
Freitag, 14. Juni 2019. Treffpunkt: Museen Haus Esters und Haus Lange, Wilhelmshofsallee 91-97, 47800 Krefeld. Zeitumfang:
15.00 bis 18.30 Uhr Ausklang:
ab 19.00 Uhr im Ristorante La Riva, Dammstr. 18, Krefeld-Uerdingen (am Rhein)

Start 15.00 Uhr
• Eigene Anreise nach Krefeld. Treffpunkt: Kunstmuseen Haus Lange / Haus Esters
• Besuch der Museen Haus Esters und Haus Lange mit Führung durch den Garten. Wilhelmshofsallee 91-97, 47800 Krefeld, Telefon: +49-2151-975580.

ca. 16.30 Uhr
• Besuch der Ausstellung: Bauhaus und Seidenindustrie im Krefeld Pavillon von Thomas Schütte

Laufweg von Museen zu Parks:
300 m, u.a. vorbei an Privathäusern der Bauhaus-Zeit. Info: Der Krefeld Pavillon von Thomas Schütte ist 200 Quadratmeter groß. Er wurde von RKW+, Düsseldorf im Auftrag von Projekt MIK e.V. realisiert. Anwesend wird RKW+ Architekt Lars Klatte sein.

19.00 Uhr
Ausklang: Ristorante La Riva, Dammstr. 18, Krefeld-Uerdingen (am Rhein) - www.la-riva.net

Leitung + Organisation:
Andreas Grosz, Leiter KAP Forum für Architektur + Stadtentwicklung
Thomas Trenkamp, Geschäftsführender Gesellschafter, Carpet Concept
Inken Herzig. Grosz-Herzig. Architektur-Kommunikation.

Referentin:
Christiane Lange, Projekt MIK e.V. - www.projektMIK.com

Zum Thema:
1. Haus Esters und Haus Lange
Die zwei benachbarten Wohnhäuser, die Ludwig Mies van der Rohe im Auftrag der Krefelder Seidenfabrikanten Dr. Josef Esters und Hermann Lange entwarf, können zu Recht als Ikonen der Moderne bezeichnet werden. Die Ende der 1920er Jahre erbauten zweigeschossigen Häuser tragen die Namen ihrer Auftraggeber „Haus Esters“ und „Haus Lange“ und gelten mit den ineinandergeschobenen Quadern und den charakteristischen Flachdächern als Musterbeispiele der klassischen Moderne. Sie entstanden etwa zur gleichen Zeit wie Haus Tugendhat in Brünn (Brno) und der weltberühmte Barcelona-Pavillon, die ebenfalls von Ludwig Mies van der Rohe entworfen wurden.

2. Gebäude-Skulptur Krefeld Pavillon des Künstlers Thomas Schütte - eines der spektakulärsten und einzigartigen Projekte des Bauhaus-Jahres

Bei der Gebäude-Skulptur Krefeld Pavillon des weltweit renommierten Künstlers Thomas Schütte handelt es sich um ein temporäres Bauwerk, eine begehbare Skulptur. Er wurde im Auftrag von Projekt MIK e.V. von RKW+ Architektur realisiert und von Krogmann Ing.-Holzbau GmbH ausgeführt.

Der Krefeld Pavillon ist Teil des kuratorischen Konzeptes der Ausstellung Bauhaus und Seidenindustrie.

„Die Entscheidung, einen Künstler um einen Entwurf für den Ausstellungsort zu bitten, fiel sehr bewusst“, erläutert Christiane Lange, „sie ist als Würdigung der bildenden Kunst zu verstehen, welche die Entwicklung des Bauhauses ermöglichte und als entscheidender Impulsgeber das Denken und Wahrnehmen der Krefelder Akteure prägte. Und sie ist als bewusste Irritation zu deuten, um der klischeebesetzten Vereinnahmung des Bauhauses entgegenzutreten.“

Schütte setzt sich in seiner Werkgruppe der Modelle seit Jahrzehnten mit architektonischen Formen auseinander. Das Bauhaus und seine Idee von Architektur spielen für den Künstler dabei keine Rolle.

An der Wiege des Bauhaus

Carpet Concept sanierte ein altes Bauhaus-Ensemble an der Wiege des Bauhaus nahe Weimar. Hier ist die textile Seele des Unternehmens zu Hause: die Carpet Concept Teppichfabrik. Ein Kulturgebäude, das behutsam aufgebaut und zum 100jährigen Bauhaus-Jubiläum neu gewürdigt wird.

2019 feiert Deutschland die Gründung des Bauhaus vor 100 Jahren, der legendären Kunstschule, die 1919 von Walter Gropius gegründet wurde und durch ihre avantgardistischen Ideen als Wegbereiter der klassischen Moderne gilt.
Es wird eines der zentralen Kulturereignisse des Jahres sein, das zeigt, welchen einzigartigen Siegeszug in Architektur und Design die Idee von Weimar aus angetreten hat.

Von den Gedanken der Bauhaus-Schule war Carpet Concept seit Gründung vor 25 Jahren geprägt. Dem Durchbrechen der Barrieren zwischen Kunst, Industrie und Handwerk folgte das Unternehmen mit dem Leitgedanken, eine neue, textile Architektur zu kreieren. Früher war Münchenbernsdorf bedeutendes Zentrum in der Teppichindustrie und blickte auf sechs Webereien. Fünf von ihnen haben ihren Betrieb eingestellt. Geblieben ist die Carpet Concept Teppichboden-Weberei, heute in sanierten Räumlichkeiten und Arbeitgeber von 60 Mitarbeitern. Innovative Materialien und überraschende Teppichboden-Kollektionen sichern die Zukunft.
Carpet Concept leitete die behutsame Restaurierung des Bauhaus-Ensembles ein, das heute mit seinen Produktionshallen, Räumen und der charakteristisch geprägten Fassade aus rotem Backstein als eine Besonderheit gilt. Neben der Produktion gibt es dort Muster- und Lagerflächen, einen Schauraum, ein

Kongress- und Akustikzentrum und Einblicke in das kulturelle Engagement des Unternehmens. Ein Museum lässt die Geschichte des Webens greifbar werden. Eine Ausstellung, die bundesweit für Interesse sorgt, ist die Sammlung alter DDR-Wandteppiche. Ebenso gibt es Kongressbereiche, die für hochkarätige Architektur- und Designveranstaltungen stehen, und eine Webküche. Nicht zuletzt, weil das Kochen als ebenso kreativer und sinnlicher Prozess verstanden wird wie das Weben selbst.

2019 feiert deshalb auch Carpet Concept das Bauhaus-Jubiläum. Seine kulturellen Wurzeln, die für das Unternehmen prägend sind und deren große Innovationskraft nicht zuletzt auf der Durchbrechung der Barrieren zwischen Kunst, Industrie, Handwerk und Wissenschaft beruhen, prägen bis heute die Strahlkraft des Begriffes „Made in Germany“ weltweit.

Die Bauhaus-Weberinnen

Carpet Concept webt Teppichböden in einem Bauhaus-Ensemble. In Münchenbernsdorf entstand einst auch ein Dessin der berühmten, aber nicht unumstrittenen Bauhaus-Weberin Margaretha Reichhardt. Ihr widmen sich jetzt mehrere Ausstellungen in Thüringen.

Ob an Webstuhl oder Kameraobjektiv: Frauen prägten das berühmte Bauhaus nachhaltig. Dass sie in beträchtlichem Umfang das Bauhaus mitgestalteten, ist immer noch wenig bekannt. Als erste Frau unter den Bauhaus-Meisterinnen wurde die Weberin Gunta Stölzl berühmt. „Alles neu! Nichts Hemmendes ist an meinem äußeren Leben, ich kann mir´s gestalten, wie ich will,“ freute sie sich 1919 unter Gropius studierend.

Walter Gropius hatte in diesem Jahr das Staatliche Bauhaus eröffnet und verkündet: "Als Lehrling aufgenommen wird jede unbescholtene Person ohne Rücksicht auf Alter und Geschlecht, deren Begabung und Vorbildung vom Meisterrat als ausreichend erachtet wird."
Schon im ersten Semester verzeichnete er mehr weibliche als männliche Bewerber. Viele Frauen ergriffen endlich die Chance, die ihnen bis dato meist verwehrt worden war - auf eine Kunstakademie zu gehen. Deshalb hatten viele der jungen Frauen, die ihr Studium am Weimarer Bauhaus aufnahmen, bereits eine abgeschlossene Ausbildung.

So auch Margaretha Reichhardt, die von 1921 bis 1925 eine Ausbildung an der Staatlich-Städtischen Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Erfurt absolvierte und ihr Studium ab 1926 am Bauhaus in Dessau begann.

Auch sie wurde eine erfolgreiche Weberin, spezialisierte sich bei Gunta Stölzl und wurde ab 1930 freie Mitarbeiterin in ihrer Weberei. Im Sommer 1931 erhielt sie das Bauhausdiplom Nr. 54.

Unumstritten war Margaretha Reichhardt nicht. Es hieß, dass sie mit Kommilitonen ein Komplott gegen Gunta Stölzl schmiedete und sie aufgrund ihres jüdischen Ehemanns schikanierte. Gunta Stölzl verließ daraufhin das Bauhaus, ebenso Margaretha Reichhardt. Margaretha Reichhardt baute sich danach eine eigene, kleine Manufaktur in Erfurt auf. Später in einem traditionell gehaltenen Haus, das heute als kulturhistorisches Denkmal ersten Ranges gilt und im Bauhaus-Jahr mit spannenden Ausstellungen aufwartet.

Nur eine knappe Autostunde von Erfurt entfernt, im thüringischen Münchenbernsdorf, beschäftigt sich ein Unternehmen ebenfalls mit den Bauhaus-Weberinnen. Carpet Concept produziert in einem sorgsam sanierten Bauhaus-Ensemble seit 25 Jahren nachhaltige Teppichböden. Den Leitgedanken des Bauhauses setzte man hier schon seit dem Unternehmens-Aufbau um: mit der Synthese von Architektur, Handwerk und Kunst, schuf das Unternehmen Teppichböden die inzwischen über 120 renommierte Designpreise gewonnen haben. Bei Carpet Concept entstand auch ein Teppich mit einem Dessin der berühmten Bauhaus-Weberin Margaretha Reichhardt. Gewebt und zur Verfügung gestellt für eine Ausstellung des Design Zentrum Thüringen. Eine enge Verzahnung mit dem Bauhaus prägt Carpet Concept bis heute: die Suche nach den Potenzialen, die sich aus dem Bauhaus-Erbe für das 21. Jahrhundert ableiten lassen und in eine nachhaltige Zukunft weisen.

Ansehen:

Bauhaus-Ort
Margaretha-Reichardt-Haus
Tel. +49 361 7968726
Am Kirchberg 32
99094 Erfurt

Das Reichardt-Haus in Erfurt mit Original-Werkstatt wurde zum Bauhaus-Jubiläumsjahr neugestaltet und zählt zu den bedeutenden Bauhaus-Orten. Margaretha Reichardt baute hier nach dem Erhalt ihres Bauhausdiploms 1931 ihre eigene Textilwerkstatt auf – zuerst am Severihof, ab 1939 in Erfurt-Bischleben. Haus, Werkstatt – unter anderem mit zwei originalen Bauhaus-Webstühlen – und der Garten sind heute ein kulturhistorisches Denkmal ersten Ranges. Die Werkstatt im Untergeschoß beherbergt mehrere funktionstüchtige Handwebstühle, an denen die Reichardt-Schülerin Christine Leister heute die Kunst des Handwebens vorführt, aber auch Stoffe nach historischen Vorbildern produziert.

Öffnungszeiten
Besichtigung und Vorführung der Kunst des Handwebens nach Anmeldung unter den Rufnummern 0361 7968726 oder 0361 655-1640.

Ausstellung in Erfurt
Vier Bauhausmädels: Von der Lehre ins Leben
Gertrud Arndt / Marianne Brandt / Margarete Heymann / Margaretha Reichardt

Wie konnten sich junge Frauen, die am Bauhaus ausgebildet wurden, in den 1920er und 1930er Jahren als selbstständige Gestalterinnen etablieren? Die Ausstellung nimmt vier Künstlerinnen in den Blick und zeigt, wie sich ihr Schaffen entwickelte. Die Arbeiten repräsentieren die am Bauhaus wichtigen Gewerke Fotografie, Metall, Keramik, Textil.

Angermuseum Erfurt, Anger 18, 99084 Erfurt
Tel. +49 361 655-1651
bis zum 16. Juni 2019

Red Dot Award 2019 für Eco Roc

Der neue Teppichboden von Carpet Concept aus Jacquard-Gewebe besticht mit dreidimensionaler Oberfläche und erhält den renommierten Red Dot Award 2019 in der Kategorie Product Design.

"The winner is" – den Red Dot Award in der Kategorie Product Design 2019 gibt es für das neue Produkt Eco Roc von Carpet Concept. Eco Roc wurde erst vor vier Monaten auf der Orgatec präsentiert, aber verzeichnet schon jetzt eine enorme Nachfrage.

Grund dafür ist das beispiellose Design aus hoch strapazierfähigem Jacquard-Gewebe und dreidimensionaler Oberfläche. Sie prägen den neuen und unverwechselbaren Charakter von Eco Roc. Markant zeigt der Jacquard-gemusterte Flachweb-Teppichboden, in welcher Technik er entstanden ist.
Schon jetzt wird das umweltschonende und langlebige CSR-Produkt in Arbeits- und Hotelbereichen eingesetzt. Hier überzeugt es mit exzellenten Nachhaltigkeits-, Komfort- und Strapazierwerten, die für den Einsatz in stark beanspruchten Bereichen ausgelegt sind. Mit seinen neuen Farbwelten und unterschiedlichen Formaten bietet er dabei grenzenlose Möglichkeiten, Räume zu individualisieren, Rückzugsorte oder Creative Labs zu schaffen. Die umweltfreundliche Fertigung macht Eco Roc zu einem Ressourcen schonenden Klassiker. Akustisch ausgerüstet hilft er, eine optimale, gesundheitsfördernde Balance in offenen Strukturen zu schaffen. Eco Roc gibt es als Bahnenware und Teppichfliese in verschiedenen Farbnuancen.

 

CSR Reporting:

Corporate Social Responsibility - konsequent verfolgt Carpet Concept seit Gründung im Jahr 1993 das Ziel, ständig neue und nachhaltigere Produkte sowie Herstellungsverfahren zum Recycling seiner Produkte zu entwickeln. Carpet Concept nutzte schon früh die Möglichkeit, Recycling-Produkte einzusetzen und setzte dies unter anderem mit dem Hersteller Aquafil um. Aquafil sammelt seit 2011 in den Ozeanen der Welt mäandernde Fischernetze und baute ein weltweites Sammel-Netzwerk auf. In einem eigens entwickelten Regenerationssystem wird der Nylon-Wertstoff aus den Fischernetzen neu gewonnen und zu Garn produziert. Mit jeder Tonne gesammelter Meeresabfälle kann Carpet Concept so rund 1.000 Quadratmeter Teppichboden herstellen.

 

Red Dot Award

In diesem Jahr erhielt die Jury Einreichungen aus insgesamt 59 Ländern, sämtliche teilnehmende Produkte wurden von einer unabhängigen und internationalen Jury über mehrere Tage individuell bewertet. Der Red Dot Award: Product Design steht somit mehr denn je für eines der renommiertesten Evaluierungsverfahren für gutes Design und Innovation.

„Leidenschaft für die Sache ist spürbar“

Carpet Concept verlieh den 11. INsider Award in Köln

Zum elften Mal wurde gestern der INsider Award, der renommierteste Preis der Innenarchitektur, in Köln verliehen. „Dieser Preis festigt unseren Standpunkt in der gesamten Architektur,“ beschreibt Moritz Köhler vom Studio Komo in Stuttgart, der mit dem 1. Platz des INsider Awards 2018 ausgezeichnet wurde. „Er zeichnet auf besondere Weise und kontinuierlich eine Branche aus, die sonst immer stark über ihren Wert und Preis argumentieren muss.“

„Wir haben den INsider Award 2008 aus Überzeugung ins Leben gerufen“, berichtet Thomas Trenkamp, geschäftsführender Gesellschafter von Carpet Concept, bei der feierlichen Preisübergabe. „Wir wollten nicht allein über Böden sprechen, uns interessiert die Haltung zur Architektur und die Leidenschaft für die Sache.“

Moritz Köhler wurde für seine virtuos geplanten Arbeitswelten ebenso ausgezeichnet wie für die Planung neuer Gastrobereiche. Dabei überzeugte sein gesamtheitlicher Ansatz, der die Grafik eines Projektes ebenso einschließt wie die Namensbildung. 

Mit seiner Haltung zur Innenarchitektur konnte auch Georg Thiersch vom Büro eins:33 in München die Fachjury überzeugen, die ihn auf den zweiten Platz für den INsider Award 2018 kürte. Architektonische Markenqualität zu schaffen und  Ausstellungsdesign oder Handelskonzepte neu zu denken sind Schwerpunkte des Studios, das kürzlich auch zu den Top-50-Agenturen in der deutschen Kreativwirtschaft gezählt wurde. 

Mit Annika Wegener von ESTHET Innenarchitektur aus Hannover stand auch schnell die dritte Preisträgerin fest. Die junge Innenarchitektin und gelernte Tischlerin steht nicht nur für maßgeschneiderte Gestaltungskonzepte, sondern besonders für das Thema Nachhaltigkeit, dass sie in ihren Arbeiten nach vorne stellt, um Zusammenleben und Konsumverhalten in der Gesellschaft zu verbessern.

Die feierliche Preisverleihung des INsider Awards 2018 fand unter Eröffnung des Schirmherrn und INsider Award-Preisträgers von 2016, Robert Piotrowski, im historischen Sancta-Clara-Keller in Köln statt.

 

Zum INsider Award:

Der INsider Award wurde im Jahr 2008 von Carpet Concept ins Leben gerufen, um jährlich die beste persönliche Leistung in der Innenarchitektur auszuzeichnen. Gesucht wird der herausragende Innenraumgestalter des Jahres. Im Vorhinein werden durch den Schirmherrn und die Leserschaft der AIT/AIT-Dialog die Teilnehmer des INsider Awards nominiert.
Die Nominierten präsentieren sich auf einer dreitägigen Klausurtagung, die 2018 in Lissabon stattfand, gegenseitig ihre Arbeiten und ihre persönliche Haltung zur Innenarchitektur und wählen anschließend untereinander die Preisträger. Durch dieses Auswahlverfahren wird Innenraumexperten die Chance gegeben, ihre Arbeit und Perspektive zur Innenarchitektur zu zeigen und sich dem Diskurs mit Kollegen zu stellen. 

NEO auf der Stockholm Furniture & Light Fair 2019

Komfort für jeden Raum: NEO, die neuen Abgepassten von Carpet Concept.

Premiere für die neuen abgepassten Teppiche von Carpet Concept. Architekten, Designer und Interessierte aus über 100 Ländern besuchten die Stockholm Furniture & Light Fair vom 5. bis 9. Februar. Auf über 70.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche galt der Stand von Carpet Concept als ein Favorit.

Das innovative Unternehmen zeigt mit NEO eine besondere Kollektion – die abgepassten Teppiche werden umweltschonend produziert und waren damit auf der wichtigsten Messe für Skandinavisches Design nachhaltig gefragt.

NEO sorgt mit seinen freien Formen für neue Anordnungen in Lounge, Wohnbereich oder Büro. In Kombination mit Sesseln und kleinen Tischen entstehen lässige Inseln und sorgen ohne viel Aufwand für ein neues Wohngefühl. Die neuen Solitäre passen als modulares System in Farben und Texturen zu Fliesen und Bahnenware von Carpet Concept. Innovative Produkte für den Trend zum natürlich, unkomplizierten und gesunden Wohnen.

Premiere für NEO

Wohnformen ändern sich, Teppiche auch. Carpet Concept und die Innenarchitekten von Raumkontor entwickelten mit NEO neue Formate: Individuell abgepasste Teppiche mit Freiformen, die an Kiesel oder Moosflächen erinnern und klare Kante zeigen. Street Style für den Boden. NEO passt immer: neue Anordnungen in Lounge, Wohnbereich, Hotel oder Büro. Denn Fortschritt lebt von Innovation.

Kante zeigen: NEO 1
Individuell abgepasst für kreative Statements: Latex akzentuiert die Einfassung. Ein cooles Modematerial, das auf den Teppich geholt wurde. NEO 1, ein minimalistischer Teppich, handmade gearbeitet. Lässiges Statement, das Kante zeigt und Akzente setzt.

Unangepasst passt: NEO 2
Freie Formen schaffen Aussagen. Ob lässige Anordnung oder Insel im Raum: NEO 2 sind unangepasste Bausteine fürs echte Leben. Mit der neuen Formensprache entwickelt Carpet Concept eine echte Innovation für Wohnwelten.

Die NEO-Kollektion von Carpet Concept ist umweltschonend produziert und auf Erweiterung gedacht.

100 kreative Wege für den Raum: Die neuen Solitäre passen als modulares System in Farben und Texturen zu Fliesen und Bahnenware.

Premiere für NEO auf der Stockholm Furniture & Light Fair.
Besuchen Sie uns vom 5. bis 9. Februar 2019 - Stand A18:21

„Createn und Connecten“

Carpet Concept unterstützt dreidimensionale Raumskulptur der Hochschule Wismar.

Dem Leitthema „create‘n’connect“ der Domotex 2019 folgend, entstand auf dem Stand „connect it3“ der Hochschule Wismar ein täglich wachsendes, ungewöhnliches Gerüst.

Eine Raumskulptur aus Teppichböden von Carpet Concept konnten Besucher wie eine wachsende Zelle durch das Verknüpfen gleichschenkliger Dreiecke täglich weiterentwickeln. Die ungewöhnliche Idee dazu hatte Innenarchitekturstudentin Sarah Strenge. Carpet Concept unterstützte sie mit insgesamt 100 m² Teppichboden aus den Kollektionen Ply Rips, Cube, Lay, Isy Rips und zwei angefertigten Webvelours.

Für Stabilität zwischen den Modulen sorgten orangefarbene Kabelbinder. So konnten die textilen Dreiecke beliebig an ihren Achsen gekippt werden, um dreidimensionale Körper und Formen im Raum zu bilden.

Unter dem Motto „Analog – Interaktiv – Zusammen“ zog das Projekt von Sarah Strenge in Begleitung von Prof. Oliver Hantke zahlreiche Messebesucher auf den Stand. Täglich probierten sie spielerisch neue Form- und Materialkombinationen aus, die zu einer spannenden und individuellen Konstruktion führten.

MEHR EXPERIMENT WAGEN

REIHE VORDENKER - NATHALIE DE VRIES BEGEISTERT IM KÖLNER MAKK MIT HYBRIDEM DENKEN.

Der frisch renovierte Vortragssaal des Kölner MAKK platzte aus allen Nähten. Rund 250 Gäste verfolgten den Vortrag von Nathalie de Vries im Rahmen der Reihe VORDENKER des KAP Forums und KAP-Partner Carpet Concept, Spezialist für akustische Räume und nachhaltige Teppichböden. Unter dem Titel „Hybrid/Experiments“ zeigte die Mitgründerin von MVRDV, welches Potential in multifunktionellen Häusern und Planungen steckt.

„Ist die Stadt ein Labor?“, fragte die Architektin rhetorisch – und gab gleich die Antwort: „Stadträume müssen sich verdichten, optimieren, vermischen. Wir wollen eine bessere, lebenswertere Stadt.“ Das war zugleich eine Absage an Adenauers Wahlkampfslogan der Fünfziger Jahre – keine Experimente. Denn es ist schon erstaunlich, dass die scheidende Professorin an der Kunsthochschule Düsseldorf (sie wechselt nach Delft) hierzulande keine Beispiele für hybride und multifunktionelle Gebäude finden konnte – auch nicht ihre Studierenden.

 

Dafür legte Nathalie de Vries lieber selbst los und gab einen einstündigen Themenvortrag zur Bedeutung von Hybriden in ihrem eigenen Werk. Doch was ist das überhaupt – ein Hybrid? Es geht um ein neues, vernetztes Denken, konzeptionell und frei von Barrieren. Da könne ein dritter Raum entstehen, privat gebaut und doch ganz öffentlich, ein Haus, so offen angelegt für verschiedenste Nutzer mit ganz unterschiedlichen Wünschen. Das klang ein wenig nach postmoderner Theorie, wie sie etwa auch Wolfgang Welsch vertreten hat in seinen „Perspektiven für das Design der Zukunft“ von 1990: „Die klassisch-modernen Maximen des Ausdrucks oder der Transparenz verlieren an Bedeutung, an ihre Stelle treten Strategien des Kontrasts, der Erfindung und der Paradoxie. Nur sie tragen unserer >chaotischen< Welt voller Überschneidungen und Instabilitäten Rechnung. Störungen und Hybridbildungen entsprechen der postmodernen Lebenserfahrung.

Strahlendes Zeichen der Veränderung ist die Markthal in Rotterdam (https://www.mvrdv.nl/projects/markethall/). Ein Mischwesen aus Öffentlichkeit und intimem Rückzug, großer Geste, großer Tiefgarage und großem Denken. Die auf beiden Seiten aufgetürmten Wohnungen neigen sich zueinander und bilden eine Tonne, unter deren Gewölbe öffentliches Leben und Miteinander stattfindet: wettergeschützt und perfekt erschlossen.

 

Mit jedem weiteren Projekt verdichtete sich das befreiende Moment hybriden Denkens – vom Ku.Be House of Culture and Movement in Kopenhagen (https://www.mvrdv.nl/projects/KUBEhouseofmovement/), ein Treffpunkt für Menschen von 1-101 Jahren, über den Vorschlag eines begrünten und entschleunigten Flughafens Schiphol (2. Preis, www.mvrdv.nl/projects/schiphol-airport-terminal-a), Stadtplanung in Seoul (https://www.mvrdv.nl/projects/seoul-skygarden) und Wohnbauten wie The Valley (https://www.mvrdv.nl/projects/valley) – vertikale Wohnlandschaften in Amsterdam, die aussehen, als hätten die Architekten Säure auf einen Styroporblock gegossen, tatsächlich aber mit Hilfe des Computers optimale Winkel für Balkone und Wohnungen berechnet. „Leben im Hochhaus – das müssen wir noch lernen, als Flachländer“, sagte die Architektin und hatte das Publikum einmal mehr auf Ihrer Seite.

Warum also bauen wir nicht gleich Häuser, die alles in sich tragen, fragte die Architektin zurecht – und es klang wie eine Aufforderung, einige Leitzordner mit Bauvorschriften zu entsorgen. Schließlich gab sie doch einige Hinweise auf das, was sie so schön mit „Untiefe“ bezeichnete: Die Fähigkeit, Mischformen von Anfang an zuzulassen, etwa an der Schwelle von Büroflächen und Mietwohnungen, deren Umwidmung vielleicht doch nicht so schwer sein muss, wie oft erlebt: größere Deckenhöhen als üblich, ein aktives, offenes Erdgeschoss mit Läden und öffentlichen Einrichtungen und ein Schuss undefinierter Flächen.

Hybridität bedeute nämlich „von allem noch etwas mehr machen“ und nach „außen zu gehen.“ Also auf vom Schreibtisch und vom bequemen Sofa und raus ins Leben, unter die Leute, bereit, sich auszutauschen.

Sind wir nicht selbst Hybride, fragte die Architektin zum Schluss – und zahlreiche Gäste stimmten zu.

 

Text: Dr. Oliver Herwig & Andreas Groß
Fotos: Studio für Gestaltung