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MEHR EXPERIMENT WAGEN

REIHE VORDENKER - NATHALIE DE VRIES BEGEISTERT IM KÖLNER MAKK MIT HYBRIDEM DENKEN.

Der frisch renovierte Vortragssaal des Kölner MAKK platzte aus allen Nähten. Rund 250 Gäste verfolgten den Vortrag von Nathalie de Vries im Rahmen der Reihe VORDENKER des KAP Forums und KAP-Partner Carpet Concept, Spezialist für akustische Räume und nachhaltige Teppichböden. Unter dem Titel „Hybrid/Experiments“ zeigte die Mitgründerin von MVRDV, welches Potential in multifunktionellen Häusern und Planungen steckt.

„Ist die Stadt ein Labor?“, fragte die Architektin rhetorisch – und gab gleich die Antwort: „Stadträume müssen sich verdichten, optimieren, vermischen. Wir wollen eine bessere, lebenswertere Stadt.“ Das war zugleich eine Absage an Adenauers Wahlkampfslogan der Fünfziger Jahre – keine Experimente. Denn es ist schon erstaunlich, dass die scheidende Professorin an der Kunsthochschule Düsseldorf (sie wechselt nach Delft) hierzulande keine Beispiele für hybride und multifunktionelle Gebäude finden konnte – auch nicht ihre Studierenden.

 

Dafür legte Nathalie de Vries lieber selbst los und gab einen einstündigen Themenvortrag zur Bedeutung von Hybriden in ihrem eigenen Werk. Doch was ist das überhaupt – ein Hybrid? Es geht um ein neues, vernetztes Denken, konzeptionell und frei von Barrieren. Da könne ein dritter Raum entstehen, privat gebaut und doch ganz öffentlich, ein Haus, so offen angelegt für verschiedenste Nutzer mit ganz unterschiedlichen Wünschen. Das klang ein wenig nach postmoderner Theorie, wie sie etwa auch Wolfgang Welsch vertreten hat in seinen „Perspektiven für das Design der Zukunft“ von 1990: „Die klassisch-modernen Maximen des Ausdrucks oder der Transparenz verlieren an Bedeutung, an ihre Stelle treten Strategien des Kontrasts, der Erfindung und der Paradoxie. Nur sie tragen unserer >chaotischen< Welt voller Überschneidungen und Instabilitäten Rechnung. Störungen und Hybridbildungen entsprechen der postmodernen Lebenserfahrung.

Strahlendes Zeichen der Veränderung ist die Markthal in Rotterdam (https://www.mvrdv.nl/projects/markethall/). Ein Mischwesen aus Öffentlichkeit und intimem Rückzug, großer Geste, großer Tiefgarage und großem Denken. Die auf beiden Seiten aufgetürmten Wohnungen neigen sich zueinander und bilden eine Tonne, unter deren Gewölbe öffentliches Leben und Miteinander stattfindet: wettergeschützt und perfekt erschlossen.

 

Mit jedem weiteren Projekt verdichtete sich das befreiende Moment hybriden Denkens – vom Ku.Be House of Culture and Movement in Kopenhagen (https://www.mvrdv.nl/projects/KUBEhouseofmovement/), ein Treffpunkt für Menschen von 1-101 Jahren, über den Vorschlag eines begrünten und entschleunigten Flughafens Schiphol (2. Preis, www.mvrdv.nl/projects/schiphol-airport-terminal-a), Stadtplanung in Seoul (https://www.mvrdv.nl/projects/seoul-skygarden) und Wohnbauten wie The Valley (https://www.mvrdv.nl/projects/valley) – vertikale Wohnlandschaften in Amsterdam, die aussehen, als hätten die Architekten Säure auf einen Styroporblock gegossen, tatsächlich aber mit Hilfe des Computers optimale Winkel für Balkone und Wohnungen berechnet. „Leben im Hochhaus – das müssen wir noch lernen, als Flachländer“, sagte die Architektin und hatte das Publikum einmal mehr auf Ihrer Seite.

Warum also bauen wir nicht gleich Häuser, die alles in sich tragen, fragte die Architektin zurecht – und es klang wie eine Aufforderung, einige Leitzordner mit Bauvorschriften zu entsorgen. Schließlich gab sie doch einige Hinweise auf das, was sie so schön mit „Untiefe“ bezeichnete: Die Fähigkeit, Mischformen von Anfang an zuzulassen, etwa an der Schwelle von Büroflächen und Mietwohnungen, deren Umwidmung vielleicht doch nicht so schwer sein muss, wie oft erlebt: größere Deckenhöhen als üblich, ein aktives, offenes Erdgeschoss mit Läden und öffentlichen Einrichtungen und ein Schuss undefinierter Flächen.

Hybridität bedeute nämlich „von allem noch etwas mehr machen“ und nach „außen zu gehen.“ Also auf vom Schreibtisch und vom bequemen Sofa und raus ins Leben, unter die Leute, bereit, sich auszutauschen.

Sind wir nicht selbst Hybride, fragte die Architektin zum Schluss – und zahlreiche Gäste stimmten zu.

 

Text: Dr. Oliver Herwig & Andreas Groß
Fotos: Studio für Gestaltung

Cologne in Beijing

HGEsch und Carpet Concept lassen in der chinesischen Hauptstadt rund 28.000 Chinesen vom Kölner Dom schauen.

Sieben Tage lang konnten chinesische Besucher in Beijing echtes Colonia-Gefühl testen: Rund 28.000 Besucher bewunderten im November den einmaligen Blick vom Kölner Dom mitten in der chinesischen Hauptstadt.

 

Köln in Beijing –das machte die Panorama-Rotunde des Fotokünstlers HGEsch möglich, die eine 360°-Rundumsicht auf Köln bietet. Das wirklichkeitsgetreue Panoramabild entstand auf dem Vierungsturm des Kölner Doms und lässt die Besucher förmlich eintauchen. Dank der hohen Auflösung der Rotunden-Bilder, die aus insgesamt 60 Aufnahmen zusammengesetzt sind, lassen sich kleinste Details entdecken. Die rheinische Metropole wurde, trotz der knapp 8000 km großen Entfernung, erlebbar und täuschend echte Selfies entstanden in Beijing mit Dom-Hintergrund. Die international erfolgreiche Rotunden-Idee des Fotokünstlers HGEsch unterstützt Carpet Concept, Spezialist für textile Räume und architektonisch gedachte Teppichböden, seit Beginn an.

 

Inzwischen ist die Rotunde nach Köln zurückgekehrt. Auch die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker war so beeindruckt, dass die Panorama-Rotunde voraussichtlich nächstes Jahr mitten in der Domstadt gezeigt wird. Wie schon HGEschs Shanghai 360° Rotunde, die zuletzt in Belgrad zu sehen war, wird auch die Köln-Rotunde auf Weltreise gehen – die verschiedenen Stationen werden noch bekannt gegeben. 

Rezepte aus der Web-Küche

Unsere Web-Küche ist ein Herzstück von Münchenbernsdorf - und sie ist nicht zufällig da. Kochen ist ein ebenso kreativer und sinnlicher Prozess wie das Weben selbst.

So stellen wir Ihnen an dieser Stelle einmal im Monat unsere besten Rezepte vor.

Voilá, der Tisch ist gedeckt. Diesmal mit: Spinatmaultaschen in Kräuter-Fleischbrühe

Rezept hier herunterladen!

Serviceplan

Das Haus der Kommunikation

Serviceplan, die größte inhabergeführte Agenturgruppe Europas, hat ein neues Office an der Museumsinsel in Berlin. Um Räume für kreatives Arbeiten zu schaffen, setzten sie bei der Büroplanung mit designfunktion auf CAS Rooms von Carpet Concept.

Man muss sich mehr zumuten.

„Ich finde es spannend, Teppichboden aus seinem Kontext zu reißen,“ sagt Patrick Lüth von Snøhetta aus Innsbruck. Erst kürzlich arbeitete der Architekt für eine temporäre Installation mit einem Teppichboden von Carpet Concept.

Snøhetta Arkitektur og Landskap sind bekannt für ihre transdisziplinäre Denk- und Arbeitsweise. Interdisziplinarität ist bei Snøhetta kein Schlagwort, sondern treibende Kraft und Haltung – ob in der Zusammenarbeit mit Kreativen, Landschaftsplanern, Philosophen oder Künstlern wie Olafur Eliasson. Weltweit sorgen ihre Bauten für Aufmerksamkeit: die Bibliotheca Alexandrina, die sie 2002 errichteten, das Olympic Art Museum Lillehammer oder die Oper in Norwegen. Was alle Projekte des Büros verbindet, ist die Herangehensweise, Architektur als gebaute Landschaft zu betrachten. Auf diesen Aspekt fokussierte auch die Ausstellung von Snøhetta in Innsbruck, in der die Installation „Relations“  im Mittelpunkt stand – realisiert mit dem Teppichboden Eco Iqu von Carpet Concept. Patrick Lüth von Snøhetta spricht über die besondere Herangehensweise des Büros an Projekte und warum Landschaft im Fokus der Architektur einen zentralen Stellenwert hat.

 

 

Herr Lüth, an welchem Bild haben Sie sich heute Morgen besonders erfreut?

 

Am meisten an dem Bild meiner Kinder, die sich ihrerseits am ersten Schnee in Innsbruck erfreut haben. Diese unglaubliche Veränderung, die die Kinder in der Landschaft festmachen und erleben, ist bewegend.

 

 

Welchen Stellenwert nimmt Landschaft für Sie in der Gestaltung ein?

 

Wir haben bei Snohetta zwei Komponenten des Landschaftsbegriffes. Jedes Gebäude steht im Landschaftskontext und das hat für uns Einfluss auf Strukturen.  Wir beschäftigen uns sehr stark mit dem physischen Kontext. Dabei gibt es für uns keine Dogmen. Es können zum Beispiel organische Strukturen sein, die den Kontext bestimmen. Wir glauben, dass Topographie bei den Nutzern etwas bewegen kann, denn zwischenmenschliche Interaktionen werden durch Gestaltung gesteuert. Ein Beispiel hierfür ist unser Opernhaus in Norwegen.

 

 

Was beobachtet man dabei?

 

Im Innenraum passiert Folgendes: Wenn sie[SD1]  aus den klassischen Bewegungsmustern herausgehen, zum Beispiel auf schiefen Flächen laufen, benehmen sie sich neu, es beeinflusst Besucher. Das bricht Hemmschwellen, vieles passiert nun auf Augenhöhe. Auch auf dem Operndach in Oslo ist das der Fall. Die Leute benutzen es neu. Bei dem Weg über die ungeraden Flächen gehen sie sehr behutsam, wie in der Natur. Man kann Architektur physisch erleben. 

Die Architektur selbst ist statisch, aber wir bewegen die Nutzer, physisch und inhaltlich. Uns geht es darum, dass wir über Architektur mit den Leuten direkt in Kontakt treten.

 

 

Wie versuchen Sie, die Natur in die Architektur zurückzubringen?

 

Wir wollen respektvoll mit der Natur umgehen. Es geht um Atmosphären, die man aus der Architektur ableitet und um das Zurückholen und Schützen der Natur. Ein Beispiel ist Nord-Norwegen, wo es für uns notwendig erschien, einen Teil eines Berges zu entfernen. Aber respektvoll, um den Ort zu schonen.

 

 

Warum sind Architektur und Natur heute so oft Gegensätze?

 

In Mitteleuropa hat es damit zu tun, dass Architektur als Dienstleistung und nicht als Gestaltung von Lebensräumen aufgefasst wird. Gebäude sind oft nur ein Teil, sie werden nicht in einem Gesamtkontext von Lebensraum betrachtet. Oft fehlt die Sensibilität in Städten, mit diesem verdichteten Raum umzugehen.

 

 

Ist der städtische Raum Ihrer Ansicht nach zu sehr verdichtet?

 

Ich glaube nicht, dass der Raum zu sehr verdichtet ist. Dichte muss ja nicht heißen, alles zu bebauen. Wir versuchen, an solchen Stellen in die Höhe zu gehen. Dichte ist nicht schlecht, per se zeugt sie von Frequenz. Aber mit Verdichtung einhergehend ist sensible Planung. Wir stellen gerade ein kleines Projekt mit 40 sehr verdichteten Wohneinheiten her. Ein vertikales Gebäude, die Dachflächen sind begrünt, das Thema „urban gardening“ spielt eine Rolle. Ein kleines Beispiel, aber in der Zwischenzone von 5.000-20.000 Einwohner-Städten ist das ein großes Vakuum.

 

 

Wie versuchen Sie, Materialien auszuwählen?

 

Unsere Materialauswahl bei Snøhetta folgt grundsätzlichen Überlegungen. Wir setzen so wenige Materialien wie möglich ein. Marmor und Holz dominieren z.B. an der Oper in Oslo, diese Materialien werden sehr gewissenhaft ausgewählt. Wenn wir Marmor festlegen, wird er an verschiedensten Oberflächen verwendet, mal dünner, mal dicker.

In Saudi-Arabien benutzten wir das Material Stampflehm, da es eine feste Verwurzelung in der Geschichte hat. Gleichzeitig kontrastierten wir es mit Edelstahl, einem hochtechnischen Werkstoff der Zukunft. In der ersten Kommunikation mit dem Bauherrn löste der Stampflehm große Verwunderung aus. Aber er machte Sinn, weil das Material verortet ist.

 

 

Gibt es auch textile Landschaften, mit denen Sie sich beschäftigt haben?

 

Textile Landschaften sind ein Thema, das wir noch nicht ausgeschöpft haben. Es hat Faszination und besitzt die Qualität der Weichheit. Es wäre ein Thema, mit dem wir gut arbeiten und experimentieren können. Man könnte sich z.B. auch ein spannendes Studienobjekt mit Teppichboden vorstellen und viele, ungewöhnliche Ideen umsetzen.

 

 

Sie schrecken nicht davor zurück, Materialien aus ihrem Kontext zu bringen. Hätten Sie auch für das Thema Teppichboden eine neue Idee?

 

Teppichböden sind sehr hochwertige Materialien, akustisch wirksam und anschmiegsam. Wenn wir den Boden aus der Dreidimensionalität in die Vertikalität bringen, kann ich mir vorstellen, ganze Räume auszukleiden, vom Boden bis zur Decke, und viel Neues auszuprobieren.

 

 

Sie haben vor kurzem in der Ausstellung „Relations“ den Teppichboden Eco Iqu S von Carpet Concept eingebracht – warum genau diesen?

 

Das spannende an diesem Teppichboden-Produkt ist, dass es zweifarbig ist. Unsere Inspiration war, dass wir eine architektonische Landschaft zeigen wollten, die auf unsere Herkunft aus Norwegen anspielt. Der Teppichboden von Carpet Concept hat uns an Rentierflechten erinnert. Eco Iqu hat sich zugleich funktional als vorteilhaft erwiesen, weil er relativ rutschfestist. Unsere Installation bei unserer Ausstellung in Innsbruck war sehr steil, an der steilsten Stelle sogar über 30 Prozent – wie eine Skiabfahrt. Unser Leitspruch ist „man muss sich mehr zumuten“, ob bei der Begehung der Installation oder bei neuen Ideen, die wir dem Bauherrnpräsentieren.

Auch wir muten uns einmal im Jahr etwas Besonderes zu: den Snøhetta-Berg in Norwegen zu besteigen. Das erreichen wir gemeinsam. Und das ist auch im Bauprozess so: wenn man sich eine starke Aufgabe stellt und diese schafft, dann ist das sehr befriedigend.

 

 

Welches Projekt würde Sie zur Umsetzung für die Zukunft besonders reizen?

 

Spannende Projekte sind die, bei denen wir uns selbst hinterfragen müssen und die wir mit unserem Gegenüber weiterentwickeln. Große Wettbewerbe lassen manchmal richtige Innovationen zu. Aber es müssen nicht immer die Dinge sein, die sich am Ende des Tages auch gut vermarkten lassen.

ORGATEC 2018

Aktuelle Informationen für Journalisten und Medienvertreter stellt Carpet Concept hier zum Herunterladen und zur freien Nutzung zur Verfügung.

Presseinformationen

RITTERSCHLAG FÜR MIX

Doppelauszeichnung für Eco MIX: Die Fliesenkollektion von Carpet Concept wurde in der Kategorie PRODUCT mit der Auszeichnung »ICONIC AWARDS 2018: Innovative Architecture - Winner« ausgezeichnet und zugleich mit dem Red Dot Award Product Design 2018.

"The winner is" - gleich eine Doppelauszeichnung gibt es für die Teppichfliesen-Kollektion Eco MIX von Carpet Concept. Mit den zwei renommiertesten Awards der Branche wurde Eco MIX ausgezeichnet: dem »ICONIC AWARDS 2018: Innovative Architecture  - Winner« in der Kategorie "Product" und gleich nochmals mit dem Red Dot Award Product Design 2018. Zum fünften Mal in Folge wird Carpet Concept seit 2013 mit den begehrten Auszeichnungen prämiert.Eco MIX - sinnlicher Baukasten für Architekten

Mit Eco MIX führt Carpet Concept das Thema Gestaltungsfreiheit in eine neue Dimension. Räume erhalten durch unterschiedliche Muster und Proportionen ein völlig neues Gesicht. „Eco MIX ist nicht die graue Fliese im Standardmaß 50 x 50 Zentimeter“, erklärt Elke Malek, Head of Design, im Büro Hadi Teherani, die die Kollektion mit entwickelte. „Es gibt Office-Bereiche, in denen Ruhe gewünscht ist. Flur- oder Empfangszonen hingegen können betont werden. Die Kollektion bietet alles - von den Basics bis hin zu komplexen Formengefügen, außergewöhnlichen Oberflächen und differenzierten Farbcodierungen.“

Mix funktioniert als Baukasten für aktive Raumgestaltung. Auffallend sind die neuen Formate. Zum Beispiel die 1 x 1 Meter große Teppichfliese, die von der traditionellen japanischen Raumgestaltung mit Tatami-Matten inspiriert ist. Davon in Dezimalschritten abgeleitet, präsentiert MIX Geometric fünf weitere, kleinere Rechteckformate.

Eine weitere konsequente Innovation, die Räume schnell und flexibel verändern kann ist MIX Organic. Diese Kollektion zeichnet sich durch freiere Formen aus: organische Fliesen, die eine orthogonale bzw. diagonale Wellenform präsentieren.

„Diese neue Generation von textilen Fliesen reagiert extrem flexibel auf die Herausforderungen unserer Arbeitswelten,“ berichtet der geschäftsführende Gesellschafter von Carpet Concept, Thomas Trenkamp. „Hier haben wir eine völlig neuartige Kollektion entworfen, die den Wünschen nach Flexibilität, Nachhaltigkeit und Individualität begegnet. Gerade in unserem digitalen Zeitalter geht es immer mehr um die Frage, wie wir das Umfeld unseres Arbeitens menschlicher und sinnlicher gestalten können“.

Zu den Awards: 

Mit den ICONIC AWARDS: Innovative Architecture konnte der Rat für Formgebung einen neutralen, internationalen Architektur- und Designwettbewerb etablieren, der erstmals die Disziplinen in ihrem Zusammenspiel berücksichtigt. Prämiert werden visionäre Gebäude, innovative Produkte und nachhaltige Kommunikation aus allen Sparten der Architektur, der Bau- und Immobilienbranche sowie der produzierenden Industrie. Der Fokus liegt auf der ganzheitlichen Inszenierung und dem Zusammenspiel der Gewerke im Kontext der Architektur.

Red Dot Award: In diesem Jahr erhielt die Jury Einreichungen aus insgesamt 59 Ländern, sämtliche teilnehmende Produkte wurden von einer unabhängigen und internationalen Jury über mehrere Tage individuell bewertet. Der Red Dot Award: Product Design steht somit mehr denn je für eines der renommiertesten Evaluierungsverfahren für gutes Design und Innovation.

Info: Gestaltungsmöglichkeiten mit Eco MIX werden auf dem Carpet Concept-Stand N10/M11, Halle 10.2  auf der Orgatec 2018 in Köln präsentiert.

Silicon Valley der Qualitätsprodukte

Was bedeutet "Made in Germany" heute? Nachhaltigkeit und lokale Produktion sind einige der Stärken, mit denen deutsche Unternehmen werben. Aber was heißt es, heute eine Firma in Deutschland zu führen, die weltweit präsent ist und sich erfolgreich von Designed in Italy oder den USA unterscheiden muss?

Wie deutsche Unternehmen international erfolgreich agieren und warum sie auf den Standort Deutschland setzen, diskutierte eine hochkarätige Unternehmer-Runde im Kap Forum Köln. Zu Gast waren Andreas Dornbracht, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Dornbracht, Leo Lübke, geschäftsführender Gesellschafter von COR Sitzmöbeln; Thomas Trenkamp, geschäftsführender Gesellschafter von Carpet Concept und Steffen Salinger, Geschäftsführung Artemide.

Der Abend offenbarte die Stärken des deutschen Mittelstands: die Möglichkeit der Individualisierung von Produkten, das starke Vorantreiben von Innovationsfähigkeit durch den deutschen Standort. „Wir haben schon früh auf den Produktionsstandort Deutschland gesetzt und Teppichboden immer als „textilen Baustoff“ verstanden,“ erklärte Thomas Trenkamp. „Produktentwicklung als kontinuierlichen Prozess zu sehen“, war ein Schlüssel für den Erfolg seines Unternehmens Carpet Concept. „Made in Germany hat viel mit der Produktphilosophie zu tun und zwar vor allem mit den Faktoren Funktionalität und Gestaltung sowie Nachhaltigkeit,“ ist er überzeugt. Leo Lübke folgte ihm: „Der Antrieb, ein Unternehmen zu leiten, ist nicht ausschließlich monetärer Natur. Befriedigender als die Gewinnmaximierung oder Umsatzsteigerung ist die Realisierung von Ideen, die der Gründer voller Leidenschaft verfolgt hat. Für mich persönlich ist es sehr befriedigend, viele unterschiedliche handwerkliche Berufe unter einem Dach zu vereinen und den Mitarbeitern gute Arbeitsplätze anbieten zu können.“

Deutlich wurde in der Diskussion, dass Nachhaltigkeit, Flexibilität und lokale Produktion keine Lippenbekenntnisse des Mittelstands sind, sondern echte Stärken, zu der noch eine weitere kommt, die Andreas Dornbracht ergänzte: „Wir als Mittelstand haben eine Riesenchance, dass wir mit unserem Eigentum dafür einstehen und gewissen moralischen Prinzipien auch folgen,“ erklärte der geschäftsführende Gesellschafter von Dornbracht. Dass der Wert „Made in Germany“ für einen klaren Qualitätsbegriff, untermauert durch die Trias „Innovation, Entwicklungs- und Produktqualität“ steht, unterstrich auch Steffen Salinger: Letztlich gehe es vor allem um „Werte“ – und diese Übereinstimmung treffe auch auf sein  italienisches Unternehmen Artemide zu.

Shanghai 360° in Belgrad
Carpet Concept sponsert Ausstellung über die Mega-City Shanghai

In Belgrads Fußgängerzone Kneza Mihaila konnten vom 13. Juni bis 17. Juni 2018  rund 112.000 Besucher die chinesischen Mega-City Shanghai in der 360 Grad Panorama-Rotunde hautnah erleben. Das Besondere an diesem Bild-Erlebnis ist die immersive Umgebung: Der Besucher kann in das Bild förmlich eintauchen, als befände er sich am Ort des Geschehens, mitten in Shanghais Neubauviertel Pudong.

Die faszinierende Aufnahme der Großstadtsilhouette wurde mit einer speziell dafür angefertigten Drohne mit 16 Rotoren vom Fluss Huangpu aus fotografiert. Dank der hohen Auflösung sind selbst kleinste Details sichtbar.  

Präsentiert hat HG Esch die boomende Skyline bereits sehr erfolgreich in New York direkt vor dem Rockefeller Center. Weitere Standorte waren Houston, Paris, Lyon, Berlin, St. Moritz, Mailand, Köln und Hamburg.

Kooperationspartner
Leica Camera AG

Sponsoren
The Information Office of Shanghai Municipality 
carpet concept
ingenhoven architects

Was uns bewegt

Christoph Ingenhovens Arbeit am Raumschiff Erde: Vortrag mit Diskussion in dem von Carpet Concept mit initiiertem KAP Forum Köln.

 

Ein Flug mit der ISS über unseren blauen Planeten: „We are all astronauts“ zitiert Christoph Ingenhoven den amerikanischen Architekten und Visionär Buckminster Fuller zu Beginn seines Vortrags im KAP Forum Köln, das mit rund 250 Besuchern im Museum für Angewandte Kunst in Köln ausgebucht war.

Christoph Ingenhoven zählt nicht nur zu den Überfliegern der deutschen Architekturszene, sondern auch zu ihren Vordenkern. Ihm gelingt, was Fuller früh bewegte: die Arbeit auf dem Raumschiff Erde möglichst umfassend zu denken. „Wir versuchen, so wenig zu tun wie möglich“, beschreibt er bei Darstellung seiner Bauten zwischen Singapur und Stuttgart 21. Eine Reise über Kontinente, die Ingenhoven auch politisch begreift: „Das Ziel bei unseren Häusern ist, dass man nichts mehr wegnehmen kann, dass alles Sinn macht und Sinn ergibt.“ Supergreen ist für ihn mehr als nur ein Begriff, „Supergreen umfasst, was uns antreibt.“

 

 „Die ersten 20 Jahre hat uns niemand nach einem grünen Gebäude gefragt“, sagt Christoph Ingenhoven. Inzwischen sei das Thema auch bei den Endverbrauchern angekommen. Diese entschieden über die Zukunft: Flächenfraß, Energieverschwendung, Nahrungsmittelknappheit – zu all diesen Themen hat Ingenhoven eine Statistik oder einen klugen Vergleich. Beispiel: Rund 18 Prozent der Weltbevölkerung lebten in Großstädten, doch diese stünden für 66 Prozent der Weltwirtschaftsleistung. Eine Zahl, mit der er deutlich macht, das Architektur einen Auftrag übernimmt, der über das Private hinausgeht – sie ist öffentlich und besitzt Verantwortung. Ingenhoven übernimmt diese Verantwortung, zum Beispiel mit seiner mehrfach ausgezeichneten „Marina One“ in Singapur. Ein Ensemble aus Wohn- und Bürotürmen für über 20.000 Menschen, das bewusst nicht in Spiegelglas errichtet wurde, da Städte perse schon sechs bis acht Grad wärmer seien als die Umgebung und nicht künstlich weiter aufgeheizt werden müssten. Die Marina One ist deshalb in Brauntönen gehalten und von Grün überwuchert. Ein Hochhauskomplex, der mit seinem Konzept der Stadt ein Vielfaches des gesetzlich geforderten Minimums zurückgibt: Atmosphäre, Aufenthaltsqualitäten, ein Stück Grünraum, Öffentlichkeit und zugleich zeigt, wie zukünftiges Bauen in subtropischen Megacities funktionieren kann.

 

Energieeffizienz als politisches und ökologisches Programm – das wird von Ingenhoven in Architektur übersetzt. „Häuser können immer einen Beitrag leisten“, lautet seine Überzeugung. Demnächst wird er auch in Düsseldorf ein solch begrüntes Gebäude mitten in der Stadt entstehen lassen, mit weinbergartig angepflanzten Buchenhecken, die schon jetzt für ihren Einsatz wachsen dürfen.

Die Abschlussfrage: „Kann man ein Gebäude essen, obwohl man es schon gegessen hat?“ Das Sprachbild spielt auf das „cradle to cradle“-System an. Ein Gebäude so zu errichten, dass seine Teile wieder der baulichen „Nahrungskette“ zugefügt werden können. Bei Ingenhoven ist auch dieser Gedanke mit einem „mehr“ verknüpft. Der Herausforderung nicht nur aus den Teilen, sondern aus dem kompletten Ganzen ein Neues zu generieren. Ein Vorhaben, das deutlich macht: wenige Architekten lassen sich so allumfassend auf das Thema energieeffizientes Bauen ein wie der Hollein-Schüler Christoph Ingenhoven.

 

 

CHRISTOPH INGENHOVEN.

SUPERGRÜN. POSITIONEN ZUR ZUKUNFT DES BAUENS.

DI., 12. JUNI 2018, 19 UHR

Mit eleganten Bauten hat sich Christoph Ingenhoven einen Namen weit über Deutschland hinaus gemacht. Seine Architektur verbindet Ökologie und Präsenz. Wie aber funktioniert Nachhaltigkeit wirklich? Wie lassen sich Potentiale vor Ort heben? Was steht über Bewertungsrastern und Vorschriften – und wie lassen sich Prinzipien gewinnen, die über den Tag hinausreichen? Denn eines ist sicher: Nachhaltigkeit ist keine Option mehr. Sie ist gesetzt. Impulsvortrag und Gespräch.

 

wo:  MAKK Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, 50667 Köln

Referent:

Christoph Ingenhoven,
Dipl.-Ing. Architekt BDA, RIBA, ingenhoven architects, Düsseldorf

Moderation/Leitung:

Andreas Grosz & Dr. Oliver Herwig
KAP Forum

 

Begrüßung

Dr. Petra Hesse
Direktion MAKK, Köln

 

Anmeldung: KAP FORUM
Der Eintritt ist frei!

 

 

CORPORATE ARCHITECTURE.

BRAUCHEN UNTERNEHMEN NOCH EIGENE HÄUSER?

DI., 24. APRIL 2018, 19 UHR

Google, Amazon und Facebook legen vor: Corporate Design spielt eine wichtige Rolle, wenn sich Internetriesen als modern darstellen. Apple investiert sogar Milliarden in seinen Campus. Das so genannte Spaceship wurde von Lord Foster entworfen. Doch wie sieht es in Deutschland aus? Wie präsentieren sich hier Arbeitgeber? Und können Start-Ups auf das eigene Bürohaus womöglich verzichten?

 

wo:  MAKK Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, 50667 Köln

Referent:

Martin Henn
Dipl.-Ing. Arch., Managing Director, HENN, Berlin

Jochen Siegemund
Prof. Dipl.-Ing., CIAD Cologne Institute of Architectural Design, TH Köln

Werner Sübai
Dipl.-Ing. Arch., Geschäftsführer, HPP Architekten, Düsseldorf

Gerhard Wittfeld
Dipl.-Ing. Arch., Geschäftsführer, kadawittfeldarchitektur, Aachen

Moderation/Leitung:

Andreas Grosz & Dr. Oliver Herwig
KAP Forum

 

Begrüßung

Dr. Petra Hesse
Direktion MAKK, Köln

 

Anmeldung: KAP FORUM
Der Eintritt ist frei!

 

 

Carpet Concept zeichnet zum zehnten Mal aus:

INsider Award-Verleihung in Köln. Preis prägt seit Jahren die Innenarchitektur.

„Das Überwältigende war die Anerkennung und zugleich die Laudatio, die mein Geschäftspartner Steffen Bucher hielt“, bekannte der diesjährige Preisträger des INsider Award, Lars-Erik Prokop, von 12:43 Architekten aus Stuttgart.

Zum zehnten Mal wurde der INsider Award von Carpet Concept in Köln verliehen. Bewertet wird das Schaffen der Nominierten während einer Klausurtagung, bei der ausgewählte Innenarchitekten als Juroren fungieren und den Preisträger – also den INsider des Jahres -direkt vor Ort wählen. „Es sind drei besondere Tage an sehr besonderen Orten“, berichtete Schirmherr Robert Piotrowski, Leiter und Inhaber von Ecker Architekten, Heidelberg. Diesmal in Barcelona tagend, wurden folgende Innenarchitekten ausgezeichnet: Den ersten Preis erhielt Lars-Erik Prokop von 12:43 Architekten aus Stuttgart für seine durchdachten, fließenden Raumkonzepte, die sich dem Schwerpunkt Gesundheit und Praxis widmen. Dieter Schmidt, Partner von Schmidt Holzinger Innenarchitekten aus Rodgau, erhielt den zweiten Preis für seine sensible Gestaltung privater Innenräume. Preisträgerin Eva Marguerre vom Studio Besau-Marguerre aus Hamburg wurde für ihren experimentellen Umgang mit Material und Farbe sowie dem daraus entstehenden Dialog im Raum von ihren Kollegen ausgezeichnet.

Qualität und eine klare Haltung gegenüber der Gestaltung, verbindet der diesjährige Preisträger des INsider Award Lars-Erik Prokop nicht nur mit dem Award, sondern auch mit dem ausrichtenden Unternehmen, Carpet Concept. Inzwischen im zehnten Jahr als Ideengeber und Initiator des INsider Awards unterwegs, entwickelte Carpet Concept diesen Preis zu der wohl begehrtesten Auszeichnung in der Innenarchitektur. Zugleich hat sich der INsider Award zu einem renommierten Forum für Vernetzung und Austausch etabliert.