One Tesa

      Kletten, Kleben, Halten

      Die innovative tesa Welt setzt bei neuem Campus auf das akustische wirksame System CAS Rooms

      Hamburg Norderstedt.

      Nur wenige Produkte prägen unsere Kindheit und begleiten uns dann ein Leben lang. Ob Tempo Taschentücher, Maggi Suppenwürze oder Tesafilm. 1936 als Innovation auf den Markt gebracht, avancierte der Klebestreifen schlagartig zum Erfolgsprodukt. Inzwischen verbirgt sich mehr als das transparente Klebeband hinter dem Namen. Klettbänder, Haftnotizen oder Elektro-Isolierbänder – tesa bietet heute fast 6500 Produkte und zählt damit zu den weltweit führenden Herstellern für selbstklebende Produkt- und Systemlösungen.

      Neue tesa-Zentrale Bei Marktführern dieser Größe werden Standortwechsel zu komplexen Aufgaben. Das in Hamburg beheimatete Unternehmen brauchte ein neue Zentrale. Das bisherige Headquarter entsprach nicht mehr den aktuellen Ansprüchen: Wege zwischen einzelnen Funktionsbereichen waren zu lang und stellten Hürden für die Mitarbeiterkommunikation dar. Zugleich kam das bestehende Layout aus Einzelzellen- oder Doppelbüros dem zeitgemäßen Verständnis von Arbeitsleben wenig entgegen. Eine neue Gebäude- und Bürostruktur war gesucht, zugeschnitten auf die modernen Arbeitsabläufe des Innovationsgebers.

      Vernetzung von Funktionseinheiten
      Um zu eruieren, wie ein neues Gebäude aussehen soll und welche Units dort untergebracht werden müssen, um Prozesse und Arbeitsleben zukunftsorientiert zu gestalten, beauftragte tesa verschiedene Architekturbüros, die über Studien das neue Profil eruierten. Das Architekturbüro Brechensbauer Weinhart + Partner lieferte mit seiner Campus-Idee das überzeugendste Ergebnis. Unter dem Titel „one tesa“ plante das Münchner Büro einen integrierten Neubau-Komplex, in dem Verwaltung, Forschung und Technologie quasi unter einem Dach untergebracht sind, um vor allem auch einen „Ort der kurzen Wege“ für das Unternehmen zu schaffen. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Units sollte verbessert werden. Gleichzeitig benötigten diese drei Bereiche auch ihre Autonomie und eigene Adressen an gemeinsamen Standort.

      Working Spirit
      Im Januar 2016 wurde in Hamburg Norderstedt der hochmoderne Neubau „one tesa“ für rund 1000 Mitarbeiter final eröffnet. Mit 160 Millionen Euro ist dies die größte Investition in der tesa Historie. Ein 64.000 Quadratmeter großes Arrangement, das drei von der Grundfläche her gleichgroße Einheiten durch Brücken miteinander verbindet. Links und rechts außen liegen die mitarbeiterstärksten Einheiten: Headquarter/Verwaltung mit sieben Stockwerken und ca. 650 Mitarbeitern sowie über sieben Etagen verteilt das Forschungszentrum mit etwa 300 Mitarbeitern. Das mittig platzierte Gebäude beheimatet das Technologiezentrum. Mit 70 Mitarbeitern ist hier die Belegschaft vergleichsweise klein, die Fläche aber groß. Daher wurde dort die Eingangshalle integriert. Ein beeindruckendes Entrée, das gleichzeitig Showroom der aktuellen tesa Produkte für Unternehmen, Handwerker oder Industrie ist. „Mitarbeiter sollen sich sehen und treffen. Wenn jemand eine Idee hat und sich mit Kollegen austauschen möchte, kann er schnell zwischen den Bereichen hin- und herpendeln. Brückenübergänge, attraktive Kommunikations- und Meetingzonen ermöglichen dies“, erklärt Thomas Grühn von Brechensbauer Weinhart + Partner. – Ein Novum für tesa. Denn jetzt charakterisiert ein Mix aus verschiedensten Bürogrößen und offenen Bereichen einen inspirierenden Work Spirit. Grühn: „Wir haben damit die Basis für kommunikative Offenheit geschaffen.“

      Auch die vielen Services für die Mitarbeiter zeigen, dass tesa ein attraktiver Arbeitgeber ist: Angefangen beim „tesa sport club“ mit Fitness- und Kursbereich sowie Räumen für Massage und Physiotherapie bis hin zur hauseigenen Textilreinigung. Kein Wunder, dass man bei „one tesa“ auch nicht in einer Kantine speist, sondern im Mitarbeiter-Restaurant mit Frontcooking- Stationen. Nun könnte man sich fragen, ob der Standort Norderstedt in unmittelbarer Nähe zum Hamburger Flughafen ideal ist. Aber auch hier hat tesa vorausschauend für ein gutes Arbeitsklima planen lassen: Brechensbauer Weinhart + Partner haben eine Schallschutzfassade mit speziellen Lüftungssystemen gebaut, so dass hier keine Belästigung durch Fluglärm oder Abgase zu erwarten ist.

      Textile Ästhetik
      Während bei der Fassade funktionales dunkles Grau und helles Blech dominieren, wartet das Interior mit einer warmen, einladenden Atmosphäre auf. Das dunkle Grau setzt sich im Innern bei allen Metallkonstruktionen fort, als Kontrast dazu gibt es Eichenholz und Textilien. „Die Markenfarben Rot und Blau haben wir nur dezent eingesetzt, etwa im Bereich der Aufzüge. Es sollte nicht nach tesa schreien“, sagt Architekt Thomas Grühn. Alles wurde sorgfältig abgestimmt: Es wurden Musterflächen arrangiert, um Möbel und Bodenbeläge auszuprobieren. Grühn: „Die Optik, also Materialität und Farbigkeit, sowie die hohe Produktqualität waren ausschlaggebend bei der Entscheidung für den Teppich Eco One von Carpet Concept.“ Der gewebte Boden in einem warmen Grauton ist strapazierfähig und langlebig. Insgesamt kamen 18.500 Quadratmeter zum Einsatz – fast im gesamten Headquarter, sowie in den Bürobereichen der Forschung.