Serviceplan

      Das Haus der Kommunikation

      Serviceplan, die größte inhabergeführte Agenturgruppe Europas, hat ein neues Office an der Museumsinsel in Berlin. Um Räume für kreatives Arbeiten zu schaffen, setzten sie bei der Büroplanung mit designfunktion auf CAS Rooms von Carpet Concept.

      In Sichtweite der Spree in Berlin-Mitte steht ein Komplex, der weltweit bekannt ist: das Forum an der Museumsinsel, das drei Jahrhunderte Baugeschichte spiegelt. Hier entstanden zwischen 1930 bis 1932 auch die berühmten Charité-Kliniken nach Entwürfen von Walter Wolff, darunter die im „International Style“ erbaute Frauenklinik an der Ziegelstraße.

      Heute ist das charakterstarke Gebäude ein attraktiver Bürostandort, in dem die Agenturgruppe Serviceplan nach einem Umbau auf 2200 Quadratmetern und mit 170 Mitarbeitern zu finden ist. Marken aufzubauen ist Kompetenz dieser größten, inhabergeführten Kommunikationsagenturgruppe Europas mit rund 3500 Mitarbeitern weltweit. Die Wünsche und Aufgabenstellung an den neuen Bürostandort wurden klar definiert. Arbeitsplätze der Zukunft sollten geschaffen werden, die den künftigen Anforderungen als auch den Gedanken der Wirtschaftlichkeit Rechnung tragen sollten. Wichtig war zugleich ein Designkonzept mit Wiedererkennungswert und lokalem Gestaltungsspielraum.

       

      Offene Arbeitsplatztypen, die zugleich eine ergonomische Qualität bieten, wurden ein wichtiges Merkmal, ebenso die arbeitsplatznahen Kommunikationsräume, die Störpotenzial in den offenen Flächen vermeiden sollten. Johanna Dumitru: „Die Lösung dafür bot CAS Rooms von Carpet Concept, da hiermit sehr kompakte Räume gebildet werden können, die autark und flexibel sind. Die Materialvielfalt von CAS Rooms erlaubte zugleich das ideale Instrumentarium für unser Materialkonzept. Sie wirken im Vergleich zu anderen Systemen monolithisch, das kam der gewünschten Optik der schwarzen Box in den hohen, loftartigen Büroräumen entgegen.“

       

      Größere Besprechungsräume als auch halboffene Kommunikationsräume, die spontane Gespräche ermöglichen, konnten mit CAS Rooms exakt umgesetzt werden. Ausgerüstet wurden sie zugleich mit Medientechnik, Whiteboards und Bildablagen, um die Arbeit zu visualisieren. Die Gestaltung mit furnierten Sonderoberflächen und Nano-Laminaten unterstreicht die hochwertige Architektur der Räume. Für Matthias Quinkert, Geschäftsführer von Carpet Concept, war die Sorgfalt bei der Materialkomposition entscheidend: „Alles hat Bedeutung und so hat auch jeder Raum seine besondere Wirkung. Material und Oberflächen spiegeln den Sinn und Zweck der Raumnutzung wider; das ließ sich durch die gezielte Auswahl von Farben und Textilien unterstreichen.“

      Zurückhaltend, funktional und in schwarz-weiß-Tönen gehalten ist die gesamte Farbgebung der Arbeitsplätze. Große Aufmerksamkeit galt auch den architektonischen Oberflächen, den Materialien, die rough und natürlich herüberkommen sollen, zum Beispiel durch unbehandelte Heraklith-Platten, rohen Brandschutzputz und offene Kabeltrassen.

      Kontemplative als auch gastliche Zonen planten die Innenarchitekten von designfunktion bei den Teamflächen. Bereiche für vertrauliche Gespräche finden sich in Form von Sitznischen. Eine offene Bistrobestuhlung mit großen Tafeln lädt zum Zusammenkommen ein. In den sogenannten Campus-Cafés treffen sich heute Mitarbeiter als auch Kunden zur zwanglosen Besprechung oder zum Austausch. Die Gestaltung dieser Bereiche greift bewusst die Bauhaus-Ära auf, spielt dezent mit Farben und Formen. Ein weiteres schönes Zitat, um die Historie der Umgebung aufzugreifen, ist die Verwendung des Materials Messing, das beispielsweise im Treppengeländer vorhanden war.

      Mit dem neuen Serviceplan-Office ist in Berlin ein lebendiges Haus der Kommunikation entstanden. Ein Büro für die Zukunft, das Geschichte, Kultur und die direkte Nachbarschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe in eine kreative Büroatmosphäre übersetzt.

      Fotoquelle: AKIM photography