Spiegel Hamburg

      Nachhaltige Struktur

      Slo 71 Fliesen im Verlagsgebäude DER SPIEGEL in Hamburg.

      Auf 157 Hektar entsteht in Hamburg ein weltweit herausragendes Stadtentwicklungsprojekt in Wasserlage. Die HafenCity wird Hamburgs City um etwa 40 Prozent vergrößern. Mit dem SPIEGEL-Gebäude ist eines der größten Bauwerke in der neuen urbanen Mischung der Region bezogen.

      Die SPIEGEL Redaktion wuchs im Verlauf von mehr als 40 Jahren zu einer Gruppe, deren Kompetenzen bis hin zu TV und Online reichen. Sie alle sind nun erstmals in einem Gebäude vereint. Das neue Haus in der Hamburger HafenCity gehört mit seinen 30.000 Quadratmetern zu den größten Gebäuden Hamburgs. Gewonnen hatte den Architekturwettbewerb das dänische Architekturbüro Hennig Larsen. In streng gerasterter Struktur öffnet sich das Bauwerk in seinem Zentrum einem Fenster gleich zur Stadt hin. Maßstäbe setzt der Neubau für nachhaltiges Bauen, er wurde bereits mit dem HafenCity Umweltzeichen in Gold vorzertifiziert. Sein Primärenergiebedarf ist sehr gering, basierend auf Geothermie und Photovoltaik. Durchgehend im gesamten Gebäude sind charmante, zurückhaltende Materialspiele aus naturbelassenem Eichenholz für Handläufe etwa, den weißen Wänden und dem Anthrazit der Böden. Sämtliche Wände wurden mit Trennwänden gestaltet, deren Position veränderbar ist. Zum Flur hin bilden transparente Wände die Räume und lassen Licht fließen. Den hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Umnutzbarkeit folgen Bodenbeläge, die als Fliese ausgeführt wurden.

      Slo 71 ist ein Recycleprodukt, das die Bilanz der Nachhaltigkeit von Gebäuden verbessert. Das Polmaterial der Teppichfliese besteht zu 70 Prozent aus recyceltem Polyamid-Garn. Gesammelte PET-Flaschen werden sortiert, weiterverarbeitet und in aufwendigen Verfahren in 100% recycelte Slo70-Tuftträger verwandelt. Der Teppichrücken besteht zu 10 % aus recyceltem Teppichmaterial. Im Raster von 50 x 50 cm liegt Slo 71 in Anthrazit auf zirka 25.000 Quadratmedern in den Büros der Redakteure sowie auf den Fluren und den Treppen im Atrium. Hier kann stehen bleiben, wer zum informellen Gespräch verweilen möchte, denn auf Teppichboden steht man nicht nur bequemer sondern auch gesünder.

      Fotos: HG Esch